Allgemeine Geschäftsbedingungen

SalonQueen Systems GmbH, Herzogspitalstr. 24, 80331 München, Amtsgericht München, HRB 309848 (nachfolgend „Anbieter“)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und seinen Kunden über das SalonQueen-Paket: die Plattform salonqueen.ai sowie die damit verbundenen Einrichtungs-, Marketing- und Betreuungsleistungen.

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Das Angebot richtet sich nicht an Verbraucher im Sinne von § 13 BGB.

(2) Es gilt die bei Vertragsschluss gültige Fassung dieser AGB. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt. Das gilt auch, wenn der Anbieter in Kenntnis abweichender Bedingungen leistet.

§ 2 Leistungen

(1) Plattform. Der Anbieter stellt dem Kunden für die Vertragslaufzeit die Plattform salonqueen.ai über das Internet bereit. Sie umfasst nach dem jeweils aktuellen Funktionsstand insbesondere Online-Buchung, Kundenverwaltung, Kommunikation mit Endkunden per E-Mail (SMS und WhatsApp nach § 4 Abs. 3), Automationen, Kasse und Zahlungsabwicklung, Auswertungen und die Inhaberinnen-App.

(2) Einrichtung und Betreuung. Zum Paket gehören außerdem folgende Dienstleistungen: Einrichtung der Plattform und der Buchungsseite, Erstellung und Pflege einer Studio-Website, Pflege des Google-Unternehmensprofils, Einrichtung und Betreuung von Werbeanzeigen sowie regelmäßige Strategiegespräche. Der genaue Umfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung unter salonqueen.ai/preise in der bei Bestellung gültigen Fassung.

(3) Kein Erfolg geschuldet. Die Leistungen nach Abs. 2 sind Dienstleistungen. Der Anbieter schuldet keinen wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere keine bestimmte Zahl von Buchungen, Neukundinnen, Anfragen, Bewertungen, Platzierungen bei Google oder Umsätzen. Ergebnisse anderer Kunden, die der Anbieter als Referenz zeigt, sind keine Zusage für den Kunden.

(4) Werbebudget. Das Budget für bezahlte Anzeigen (z. B. bei Google oder Meta) ist nicht im Paketpreis enthalten. Der Kunde legt es fest und zahlt es direkt an die Werbeplattform, über ein eigenes Werbekonto mit eigenem Zahlungsmittel.

(5) Zusatzleistungen. Leistungen über den Standard hinaus (z. B. individuelle Gestaltung, Sonderfunktionen, Schulungen vor Ort, Content-Drehs) erbringt der Anbieter nur, wenn sie vorher mit Preis in Textform vereinbart sind.

(6) Dienstleister. Der Anbieter setzt für Hosting, Plattform-Infrastruktur, Nachrichtenversand, Zahlungsabwicklung und Kassensicherung sorgfältig ausgewählte Dienstleister ein. Er darf sie wechseln, wenn der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird. Für Dienstleister, die personenbezogene Daten im Auftrag verarbeiten, gilt § 8.

(7) Weiterentwicklung. Der Anbieter entwickelt die Plattform weiter und darf Funktionen ändern, wenn dies aus technischen oder rechtlichen Gründen nötig ist und für den Kunden zumutbar ist. Fallen wesentliche Funktionen weg, informiert der Anbieter mindestens vier Wochen vorher in Textform. Der Kunde kann dann zum Zeitpunkt der Änderung kündigen; im Jahrespaket im Voraus gezahlte Beträge werden anteilig erstattet.

(8) Übergabepunkt ist der Internet-Anschluss des Rechenzentrums, in dem die Plattform betrieben wird. Die Internetverbindung des Kunden ist nicht Teil der Leistung.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung auf der Website ist kein bindendes Angebot. Mit der Bestellung (online, im Bestellformular oder in Textform) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.

(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung in Textform bestätigt oder das Kundenkonto freischaltet.

(3) Vertragsgrundlagen sind, in dieser Rangfolge: die Bestellung mit etwaigen in Textform bestätigten Sondervereinbarungen, die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Anlage 1) mit der Liste der Unterauftragsverarbeiter (Anlage 2), diese AGB und die Preisliste unter salonqueen.ai/preise in der bei Bestellung gültigen Fassung.

(4) Der Kunde bestätigt bei der Bestellung, dass er als Unternehmer handelt, und gibt seine Daten vollständig und richtig an. Änderungen teilt er unverzüglich mit.

(5) Vertriebspartner. Selbstständige Vertriebspartner des Anbieters vermitteln Verträge. Sie dürfen keine Verträge im Namen des Anbieters schließen und keine von diesen AGB oder der Preisliste abweichenden Zusagen machen. Abweichungen, etwa ein Probemonat, ein Rabatt oder eine Zusatzleistung, gelten nur, wenn der Anbieter sie in Textform bestätigt. Eine Bestätigung durch den Vertriebspartner genügt nicht.

§ 4 Preise

(1) Es gelten die Preise der Preisliste bei Bestellung. Derzeit:

Monatlich: 260 € netto pro Monat, monatlich kündbar.

Jahrespaket: 221 € netto pro Monat bei fester Laufzeit von 12 Monaten.

(2) Im Standard fällt keine Einrichtungsgebühr an. Für Zusatzleistungen nach § 2 Abs. 5 gilt der vorher in Textform vereinbarte Preis.

(3) Nachrichten an Endkunden. Nachrichten an Endkunden per E-Mail sind im Paketpreis enthalten. Eine eigene Telefon- und SMS-Nummer und die WhatsApp-Anbindung sind nicht enthalten. Der Anbieter stellt sie als Zusatzleistung nach § 2 Abs. 5 bereit, wenn der Kunde sie bestellt. Preis und Abrechnung, auch für einzelne Nachrichten und Gespräche, werden vorher in Textform vereinbart.

(4) Kartenzahlungen der Endkunden. Nimmt der Kunde über die Plattform Zahlungen seiner Endkunden an, fallen die Gebühren des Zahlungsdienstleisters nach der Preisliste an. Sie werden direkt mit den Zahlungen verrechnet.

(5) Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Kunden außerhalb Deutschlands teilen ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit.

(6) Preisänderung. Der Anbieter darf den Paketpreis bei laufenden Verträgen frühestens 12 Monate nach Vertragsbeginn und danach höchstens einmal in 12 Monaten anpassen, soweit sich seine Kosten für die Leistung (Plattform- und Softwarelizenzen, Hosting, Nachrichtenversand, Personal) seit Vertragsbeginn oder der letzten Anpassung erhöht haben, und höchstens in diesem Umfang. Sinken diese Kosten, senkt er den Preis entsprechend. Er teilt die Änderung mindestens sechs Wochen vorher in Textform mit, nennt den Grund und weist auf das Kündigungsrecht hin. Der Kunde kann zum Zeitpunkt der Änderung kündigen. Während der festen Laufzeit eines Jahrespakets ist eine Preiserhöhung ausgeschlossen. Preise für Zusatzleistungen nach Abs. 3 kann der Anbieter unter denselben Voraussetzungen mit einer Frist von vier Wochen anpassen.

§ 5 Zahlung

(1) Der Paketpreis ist monatlich im Voraus fällig. Das gilt auch für das Jahrespaket. Die Zahlung erfolgt per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über den eingebundenen Zahlungsdienstleister.

(2) Rechnungen erhält der Kunde elektronisch. Einwendungen gegen eine Rechnung erhebt der Kunde innerhalb von 30 Tagen nach Zugang in Textform. Gesetzliche Ansprüche des Kunden nach Ablauf dieser Frist bleiben unberührt.

(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen (§ 288 Abs. 2 BGB). Bei Verzug oder Rücklastschrift darf der Anbieter den Zugang nach Ankündigung in Textform und einer Frist von mindestens 14 Tagen sperren. Die Buchungsseite für Endkunden bleibt während dieser Frist erreichbar. Lesezugriff und Export der Kassendaten bleiben auch während einer Sperre möglich. Die Zahlungspflicht besteht während einer Sperre fort.

(4) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

§ 6 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 98 % im Jahresmittel am Übergabepunkt an. Das ist ein Zielwert, keine Zusicherung.

(2) Nicht in die Berechnung fallen angekündigte Wartungen, höhere Gewalt (§ 13), Störungen des Internets außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters und Störungen, die der Kunde verursacht hat.

(3) Geplante Wartungen legt der Anbieter möglichst außerhalb üblicher Öffnungszeiten von Studios und kündigt sie an. Dringende Sicherheitswartungen darf er jederzeit durchführen.

(4) Störungen bei Dienstleistern des Anbieters muss sich der Anbieter wie eigene zurechnen lassen. Er wirkt auf eine schnelle Behebung hin. Die Haftung richtet sich nach § 12.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde nutzt die Plattform nur im Rahmen des Vertrags und der Gesetze. Für die Inhalte, die er einstellt oder über die Plattform versendet, ist er verantwortlich, insbesondere für:

die Einwilligungen seiner Endkunden für Werbung per E-Mail, SMS, WhatsApp und Telefon (§ 7 UWG) und für die Verarbeitung ihrer Daten (DSGVO),

die Informationspflichten gegenüber seinen Endkunden, etwa in der Datenschutzerklärung seiner Website und Buchungsseite,

seine steuer- und kassenrechtlichen Pflichten (§ 9).

(2) Mitwirkung. Für die Leistungen nach § 2 Abs. 2 stellt der Kunde rechtzeitig die nötigen Angaben, Texte, Bilder, Zugänge (z. B. zum Google-Unternehmensprofil und zu Werbekonten) und Freigaben bereit. Er hat die Rechte an den Inhalten, die er liefert. Verzögert sich eine Leistung, weil die Mitwirkung fehlt, verschieben sich die Fristen entsprechend; der Paketpreis bleibt geschuldet.

(3) Freigaben. Inhalte, die der Anbieter für den Kunden erstellt (Website-Texte, Anzeigen, Nachrichtenvorlagen), prüft der Kunde vor der Veröffentlichung auf inhaltliche Richtigkeit, insbesondere Preise, Leistungen und Angaben zu seinem Studio. Mit der Freigabe übernimmt er die Verantwortung für diese Angaben. Die Pflicht des Anbieters zu fachgerechter Arbeit bleibt unberührt.

(4) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim. Untersagt sind insbesondere Spam, rechtswidrige oder irreführende Inhalte, Angriffe auf die Sicherheit der Plattform, Reverse Engineering und die Weitergabe der Plattform an Dritte.

(5) Bei begründetem Verdacht auf einen erheblichen Verstoß darf der Anbieter den Zugang vorübergehend sperren, soweit das zur Abwehr nötig ist. Er informiert den Kunden unverzüglich und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Lesezugriff und Export der Kassendaten bleiben möglich.

(6) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, insbesondere Daten der Endkunden, gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO in Anlage 1. Sie ist Bestandteil des Vertrags. Bei Widersprüchen geht sie diesen AGB vor.

(2) Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Er sorgt für die Rechtsgrundlagen der Verarbeitung, insbesondere für die Einwilligungen nach § 7 Abs. 1.

(3) Unterauftragsverarbeiter. Der Kunde erteilt die allgemeine Genehmigung zum Einsatz von Unterauftragsverarbeitern. Die bei Vertragsschluss eingesetzten stehen in Anlage 2, die der Anbieter dem Kunden vor Abgabe der Bestellung in Textform zur Verfügung stellt. Über beabsichtigte Änderungen informiert der Anbieter mindestens vier Wochen vorher in Textform. Der Kunde kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen. Kann der Anbieter die Änderung nicht vermeiden, kann der Kunde zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

(4) Übermittlungen in Länder außerhalb der EU und des EWR erfolgen nur unter den Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO, etwa auf Grundlage eines Angemessenheitsbeschlusses oder der EU-Standardvertragsklauseln. Die Einzelheiten stehen in Anlage 1 und 2.

(5) Für die eigene Datenverarbeitung des Anbieters (Vertragsabwicklung, Abrechnung, Sicherheit) gilt seine Datenschutzerklärung.

§ 9 Kasse

(1) Die Kassenfunktion ist Bestandteil des Pakets. Sie umfasst die Anbindung an eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) eines Dienstleisters, signierte Belege, die Protokollierung der Kassenvorgänge und Exporte im Format DSFinV-K.

(2) Der Anbieter schuldet die technische Bereitstellung der Kassenfunktion nach dem Stand der Technik und ausgerichtet auf die Anforderungen der Kassensicherungsverordnung. Er schuldet keine steuerliche Beratung und keine steuerliche Beurteilung einzelner Vorgänge.

(3) Der Kunde bleibt für seine steuer- und kassenrechtlichen Pflichten verantwortlich, insbesondere für die richtige Erfassung aller Geschäftsvorfälle, die Belegausgabe (§ 146a Abs. 2 AO), die Meldung des Kassensystems an das Finanzamt (§ 146a Abs. 4 AO), ein Ausfallverfahren bei Störungen und die Aufbewahrung nach § 147 AO.

(4) Der Kunde exportiert seine Kassendaten (DSFinV-K und TSE-Export) mindestens monatlich und bewahrt sie außerhalb der Plattform auf. Vor Vertragsende exportiert er alle Kassendaten (§ 14 Abs. 6).

(5) Der Anbieter weist den Kunden auf erkennbare Störungen der Kassenfunktion und der TSE unverzüglich hin. Die Haftung richtet sich nach § 12. Ein Mitverschulden des Kunden, insbesondere fehlende Exporte nach Abs. 4, wird nach § 254 BGB berücksichtigt.

§ 10 Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die Plattform für sein eigenes Geschäft zu nutzen.

(2) An seinen eigenen Inhalten und Daten behält der Kunde alle Rechte. Er räumt dem Anbieter die Rechte ein, die zur Erbringung der Leistungen nötig sind.

(3) An Inhalten, die der Anbieter für den Kunden erstellt (Website-Texte, Anzeigentexte, Gestaltungen), erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht für sein eigenes Studio, sobald die darauf entfallende Vergütung gezahlt ist. Vorlagen, Software und Abläufe des Anbieters bleiben beim Anbieter. Für Fotos und Videos aus Content-Drehs gilt die jeweilige Vereinbarung.

(4) Der Anbieter darf anonymisierte, zusammengefasste Daten zur Verbesserung seiner Leistungen nutzen, wenn kein Rückschluss auf den Kunden oder einzelne Personen möglich ist.

(5) Referenzen. Den Namen, das Logo, Bilder oder Zahlen des Kunden verwendet der Anbieter als Referenz nur mit gesonderter Zustimmung des Kunden in Textform. Der Kunde kann sie für die Zukunft widerrufen.

§ 11 Mängel

(1) Der Anbieter hält die Plattform während der Laufzeit in einem Zustand, der im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung entspricht.

(2) Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die schon bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.

(3) Der Kunde meldet Mängel unverzüglich in Textform mit einer nachvollziehbaren Beschreibung und wirkt bei der Analyse in zumutbarem Umfang mit. Der Anbieter behebt Mängel in angemessener Frist, auch wenn sie bei einem seiner Dienstleister liegen.

(4) Das Recht des Kunden zur Minderung und zur Kündigung nach § 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB bleibt unberührt.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer ausdrücklich in Textform übernommenen Garantie.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung den Vertrag erst möglich macht und auf die der Kunde vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung nach Satz 2 ist je Schadensfall auf 10.000 € begrenzt.

(3) Leistungsbeschreibungen, Werbeaussagen und Referenzen sind keine Garantien.

(4) Für Datenverlust haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der zur Wiederherstellung nötig gewesen wäre, wenn der Kunde seine Daten regelmäßig gesichert hätte, insbesondere über die Exportfunktionen. Das gilt nicht, soweit der Anbieter eine Datensicherung ausdrücklich übernommen hat.

(5) Die Haftungsregeln gelten auch für Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 13 Höhere Gewalt

(1) Der Anbieter ist von der Leistung befreit, solange und soweit höhere Gewalt sie verhindert, etwa Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, behördliche Maßnahmen, Arbeitskämpfe bei Dritten oder großflächige Ausfälle von Strom- oder Kommunikationsnetzen.

(2) Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich. Für die Dauer der Störung entfällt die Zahlungspflicht für die ausgefallenen Leistungen anteilig. Dauert die Störung länger als 30 Tage, kann jede Partei mit sofortiger Wirkung in Textform kündigen. Im Voraus gezahlte Beträge für nicht erbrachte Leistungen werden erstattet.

§ 14 Laufzeit, Probemonat, Kündigung

(1) Monatlich. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Parteien können mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats kündigen.

(2) Jahrespaket. Das Jahrespaket hat eine feste Laufzeit von 12 Monaten ab Vertragsbeginn. Während dieser Zeit ist die ordentliche Kündigung ausgeschlossen. Der Vertrag verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit in Textform gekündigt wird. Der Anbieter erinnert den Kunden spätestens zwei Monate vor Ende der Laufzeit in Textform an die Verlängerung. Unterbleibt die Erinnerung, kann der Kunde den verlängerten Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen.

(3) Probemonat. Ein Probemonat gilt nur, wenn der Anbieter ihn in Textform bestätigt. Er dauert 30 Tage ab Freischaltung und ist kostenlos. Der Kunde hinterlegt bei Beginn seine Zahlungsdaten. Kündigt der Kunde nicht bis zum Ende des Probemonats in Textform, geht der Vertrag am Folgetag in das bestellte Paket über; die feste Laufzeit eines Jahrespakets beginnt an diesem Tag. Der Anbieter erinnert den Kunden spätestens sieben Tage vor Ende des Probemonats in Textform daran. Unterbleibt die Erinnerung, verlängert sich der Probemonat bis sieben Tage nach ihrem Zugang.

(4) Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei Zahlungsverzug mit zwei Monatspreisen, bei erheblichen oder trotz Abmahnung wiederholten Verstößen gegen § 7 und bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Kunden oder Abweisung des Antrags mangels Masse.

(5) Jede Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).

(6) Daten nach Vertragsende. Der Anbieter stellt dem Kunden auf Anfrage seine Daten bis 30 Tage nach Vertragsende in einem gängigen Format (z. B. CSV) zum Export bereit, insbesondere Kundenliste, Termine und Kassendaten. Danach löscht er die Daten, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht. Eine auf den Kunden registrierte Domain bleibt beim Kunden; der Anbieter unterstützt den Umzug in zumutbarem Umfang. Texte und Bilder der Website stellt er auf Anfrage als Export bereit.

(7) Konten des Kunden. Google-Unternehmensprofil, Werbe- und Social-Media-Konten führt der Kunde als Inhaber. Der Anbieter erhält nur einen Verwalterzugriff und entfernt ihn bei Vertragsende.

§ 15 Änderung dieser AGB

(1) Der Anbieter darf diese AGB für die Zukunft ändern, wenn ein triftiger Grund vorliegt, etwa eine geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder technische Entwicklung, und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen der Hauptleistungen und der Preise sind ausgenommen; für Preise gilt § 4 Abs. 6. Hauptleistungen sind die Leistungen nach § 2 Abs. 1 und 2.

(2) Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor dem Inkrafttreten in Textform mit und stellt die Unterschiede dar. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung ausdrücklich hin. Widerspricht der Kunde, gelten die bisherigen AGB weiter; der Anbieter kann den Vertrag dann mit der Frist nach § 14 Abs. 1 kündigen, beim Jahrespaket frühestens zum Ende der festen Laufzeit.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand München.

(3) Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus dem Vertrag nur mit Zustimmung des Anbieters in Textform übertragen. Der Anbieter darf den Vertrag auf ein verbundenes Unternehmen oder einen Rechtsnachfolger übertragen; der Kunde kann in diesem Fall innerhalb von vier Wochen nach der Mitteilung kündigen.

(4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen wirksam. An ihre Stelle tritt die gesetzliche Regelung.

(5) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang (§ 305b BGB).

Anlagen: Anlage 1 Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung · Anlage 2 Unterauftragsverarbeiter (wird mit der Bestellung bereitgestellt)

Stand: 3. November 2026